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Interessantes zum Thema
Energy Drinks


Geschichte

Die Idee für diese Getränke stammt aus Japan, wo nach dem Zweiten Weltkrieg japanischen Piloten Taurin zur Verbesserung der Sehleistung verabreicht wurde. Folglich kamen dort Energy-Drinks wie Lipovitan-D in Mode.
Aus Asien (genauer: aus Thailand) kam die Idee nach Europa und wurde damit Ende der 1980er Jahre vor allem in der Jugend- und Club-Szene (Techno, Mountainbiking, Snowboarding und anderen Leistungssportarten) sehr erfolgreich.

Auf dem Weltmarkt werden jährlich ca. sieben Milliarden Liter Energy Drinks verkauft. In Deutschland trinken 15,4 % der Bürger mindestens einmal pro Woche einen Energy Drink.

 

Leistungseffekte

Trotz des Aspektes, dass der Effekt von Energydrinks umstritten ist, räumen selbst Kritiker ein, dass das enthaltene Koffein leistungsteigernd sein könnte oder leistungssteigernd ist. Andere Autoren – wie einige der in der Folge genannten Studienautoren – gehen auch von Effekten anderer Inhaltsstoffe bzw. von Effekten durch die spezielle Inhaltsstoffkombination aus Koffein (Stimulans), Zucker (Energieträger) und Taurin (Stoffwechselbeschleuniger).

Taurin

Taurin ist chemisch gesehen eine Aminosulfonsäure, die 1824 erstmals aus Ochsengalle isoliert wurde. Daher stammt auch der Name (Tauros = Stier). Taurin kann vom Menschen bis zu einem gewissen Grad aus der essentiellen Aminosäure Methionin und aus Cystein selbst gebildet werden. Taurin wird als unverzichtbar für die normale Entwicklung von Gehirn und Netzhaut (Retina) angesehen. Darüber hinaus spielt es eine wesentliche Rolle bei der Stabilisierung von Zellmembranen, der Entgiftung von Schadstoffen und bei weiteren wichtigen Körperfunktionen wie Muskelwachstum und der Bildung von Gallensäuren. Weiterhin wird Taurin eine Funktion als Radikalenfänger und als Überträgersubstanz im Gehirn zugeschrieben.

Mentale Leistungseffekte

Energy Drinks steigern wahrscheinlich die momentane geistige Leistungsfähigkeit. Dies zeigt sich unter anderem an einer schnelleren Reaktionszeit – beispielsweise bei Entscheidungsaufgaben, einer besseren Konzentration und einer Verbesserung der Erinnerungsleistung bei Gedächtnisaufgaben. Die leistungssteigernden Effekte sind hauptsächlich mit der Koffeinwirkung, aber möglicherweise auch mit der speziellen Kombination der Inhaltsstoffe zu erklären.


Sportliche Leistungseffekte

Die sportliche Leistungsfähigkeit wird durch Energy Drinks zum Teil positiv beeinflusst. Dies dürfte nicht nur auf die Koffeinwirkung, sondern auch auf die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe zurückzuführen sein.


Anaerobe Kraft- und Ausdauerleistung

Die anaerobe Leistungsfähigkeit bezeichnet die Muskelleistung, die ohne (oder mit deutlich ungenügender) Sauerstoffversorgung produziert werden kann.

Im Wingate-Test, bei dem auf einem Fahrradergometer für 30 Sekunden mit maximaler Geschwindigkeit gegen einen größeren, konstanten Widerstand getreten wird, ergab sich bei drei Runden mit jeweils zwei Minuten Erholungszeit dazwischen keine erhebliche Leistungsverbesserung durch Energy Drinks. Auch eine weitere randomisierte Doppelblindstudie mit Studenten ergab keine besseren Wingate-Testleistungen. Im gewissen Gegensatz dazu stellten Alford et al. eine Leistungsverbesserung bezüglich der Aufrechterhaltung der maximalen Geschwindigkeit auf dem Fahrradergometer eindeutig fest.

Bei drei Serien Bankdrücken mit einer Belastung von 70 % der Maximalkraft und einer Pause von jeweils einer Minute dazwischen zeigte sich eine statistisch signifikante Leistungssteigerung in Form von mehr möglichen Wiederholungen durch Energy Drinks.


Aerobe Ausdauerleistung

Die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit bezeichnet die Leistung welche mit vollständiger Sauerstoffversorgung produziert werden kann.

Alford et al. stellten eine statistisch signifikante Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit der Fahrradergometerleistung im Bereich von 65 bis 75 % der maximalen Herzfrequenz fest. Auch Geiss et al. stellten bei Ausdauersportlern eine Verbesserung der aeroben Ausdauer fest, die von der Kombination der Substanzen und dem Vorhandensein von Taurin darin abhingen.

Echokardiografische Untersuchungen an trainierten Ausdauersportlern ergaben einen messbaren Einfluss von Energy Drinks auf die Herzmuskelarbeit, der die reine Koffeinwirkung überstieg.

Zur Wirkung des Inhaltsstoffes Koffein alleine liegen zahlreiche Studien vor, die eine Verbesserung der aeroben Langzeitausdauer feststellten (bei 3 bis 9 Milligramm Koffein pro Kilo Körpergewicht – dies entspricht ca 3 bis 9 Dosen bei 80 Kilo Körpergewicht). Auch Mittelzeitausdauerbelastungen von 3 bis 8 Minuten, insbesondere solche mit 100 % der maximalen Sauerstoffaufnahme, scheinen vom Koffein, aber auch durch die spezielle Kombination der Inhaltsstoffe positiv beeinflussbar zu sein.


Schnelligkeit und Koordination

Die Beibehaltung einer maximalen Geschwindigkeit auf dem Fahrradergometer wird durch Energy Drinks positiv beeinflusst.

Gesundheitliche Risiken

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnte vor gesundheitliche Risiken und forderte Warnhinweise auf den Verpackungen, dass beim Konsum größerer Mengen derartiger Getränke im Zusammenhang mit dem Genuss von alkoholischen Getränken unerwünschte Wirkungen nicht ausgeschlossen werden können und derartige Getränke, insbesondere in größeren Mengen, nicht für Kinder, Schwangere und Stillende zu empfehlen sind.
Eine Literaturauswertung kam zu dem Schluss, dass die in der wissenschaftlichen Literatur beschriebenen Probleme primär mit dem Koffein zusammenhängen und im Wesentlichen den für diese Substanz bekannten Nebenwirkungen entspricht. Insofern dürfte das Risiko in etwa dem eines entsprechenden Kaffeekonsums entsprechen.

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